Endlich fertig! WAZ 14.04.2011

Fertig_umbau

Das Kinderhaus des evangelischen Familienzentrums an der Fossastraße in Rheinberg wurde umgebaut und erweitert. Foto: Markus Joosten / WAZ FotoPool.

Rheinberg. Seit Oktober wurde im Evangelischen Kinderhaus gebohrt, gehämmert und gebaut. Am Samstag gibt es einen Tag der offenen Tür.

Manchmal kann Bettina Stermann noch gar nicht glauben, dass der Krach vorbei ist. Und es auch keinen Staub und keinen Bauschutt mehr gibt. Denn Lärm und Dreck bestimmten in den vergangenen Monaten einen Großteil des Alltags im evangelischen Familienzentrum an der Fossastraße. Seit Oktober 2010 wurde um- und ausgebaut. Eigentlich hätte schon längst alles fertig sein sollen, aber dann hatte es eine Panne bei den Fenster-Maßen für die neue Turnhalle gegeben und die Bauarbeiten zogen sich hin. Und zogen sich hin… Aber jetzt sind die Handwerker raus, die Räume umgebaut, die neue Turnhalle fertig und morgen präsentiert sich das Kinderhaus bei einem Tag der offenen Tür.

Große Nachfrage nach
Plätzen für ganz Kleine

Über lange Zeit hinweg hatte das Kinderhaus-Team um Leiterin Bettina Stermann mit Provisorien gelebt. Um Platz zu schaffen für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren gab es keinen Personalraum mehr, Teambesprechungen fanden zwischen Tür und Angel statt, im wahrsten Sinn des Wortes, nämlich so halb auf dem Flur. Ein Materialraum fehlte ebenfalls, was zu stapeln war, wurde halt dort gestapelt, wo gerade Platz war, die Sprachförderung musste auch schon mal in die Schlafräume ausweichen. Ach ja, und in all diesem Chaos lief auch noch die Zertifizierung fürs Familienzentrum

WER, WAS, WANN, WO?

Gucken, fragen, lernen

Von 11 bis 16 Uhr Uhr öffnet das Familienzentrum im Kinderhaus am Samstag seine Pforten zum Tag der offenen Tür. Die Besucher können sich die neuen Räume anschauen, mit dem Team über Konzept, Besonderheiten in den Gruppen und mehr reden. Dazu gibt’s informative Schautafeln mit Fotos und Texten, und auch Bilder, wie das Kinderhaus früher ausgesehen hat. Außerdem treten die „Females sing 4 fun“ auf und Logopäde Stefan Koch steht für Fragen und Antworten bereit.

Endlich vorbei. Jetzt gibt es einen gemütlichen und großen Personalraum, außerdem wieder Platz fürs Material, einen Mehrzweckraum für Elterncafés, den Tagespflegetreff und mehr sowie eine schöne neue große Turnhalle, die ans Gebäude angebaut worden ist.

Beim Tag der offenen Tür können die Besucher sich die Räume anschauen, aber viel wichtiger ist die Möglichkeit, mit dem Team ins Gespräch zu kommen. „Wir sind ja auch Familienzentrum“, sagt Bettina Stermann, „und wollen auch Leute zu uns einladen, die den Kontakt übers Kind nicht haben.“

Für die Betreuung allein muss sie keine Werbung mehr machen. Das Kinderhaus, die erste Einrichtung in Rheinberg, die eine kleine altersgemischte Gruppe installiert hatte, kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. 18 Plätze für Kinder unter drei Jahren gibt es im Kinderhaus, „und die Nachfrage ist bombastisch“ – nämlich dreistellig.

Die Kinder, die früh in den Hort kämen – das Kinderhaus bietet Betreuung für Kinder ab vier Monaten an – würden sich prima entwickeln: körperlich, geistig, und hinsichtlich der Sozialkompetenz. Das merke man immer wieder im Vergleich mit anderen Jungen und Mädchen, wenn die Kleinen in einer andere Gruppe wechseln würden.

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