Kinderhaus: Pastor Otten kontert SPD-Attacke scharf, RP vom 22.05.2015

Udo OttenKirchengemeinde finanziert Rechtsbeistand.

Die Debatte um die ungewisse Zukunft des Evangelischen Kinderhauses geht in die nächste Runde. Gestern hat Pfarrer Udo Otten Äußerungen von Klaus Lang (SPD) im Jugendhilfeausschuss scharf zurückgewiesen. Die Evangelische Kirchengemeinde ist seit 59 Jahren Träger des Kinderhauses und sieht sich aus finanziellen Gründen gezwungen, die Einrichtung in andere Hände zu geben.

Genosse Lang befürchtet durch einen Trägerwechsel „Änderungskündigungen für die Mitarbeiter“. Er hatte in diesem Zusammenhang der Evangelischen Kirchengemeinde vorgeworfen, die Politik „vorzuführen“. Pfarrer Udo Otten hielt dem SPD-Politiker entgegen, dass ihm augenscheinlich „persönliche Interessen zu diesen Äußerungen provoziert haben“. Es sei nun mal so, dass jeder Träger seine eigene Gehaltsstruktur habe und bei einem Übergang die Struktur des neuen Trägers maßgeblich sei. Die Kirchengemeinde habe ihren Mitarbeitern die Finanzierung arbeitsrechtlichen Beratung zugesichert, damit sie ihre Interessen bei einem Trägerwechsel so weit wie möglich durchsetzen können. Die Unterstellung, „wir würden unsere Mitarbeiter über den Tisch ziehen“, nannte Pastor Otten „frech“. Alle Zahlen seien im Gespräch zwischen hochrangigen Vertretern der Stadt, des Kirchenkreises und der Kirchengemeinde offen durchgesprochen worden. „Da hat niemand hinterm Berg gehalten“, wehrt sich Otten gegen Verdächtigungen. Es stehe außer Zweifel, dass die Beschäftigten ihr Geld „tatsächlich verdienen“. Es stelle sich aber die Frage, unter welchen Bedingungen ein neuer Träger bereit sei, das Kinderhaus zu übernehmen.

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