Klettern, schaukeln, balancieren NRZ vom 21.10.2014

nrz_rheinberg2014_10_21Dank vieler großzügiger Spender
konnten auf dem Außengelände
des evangelischen Kindergartens
an der Fossastraße viele neue Geräte
eingeweiht werden.

 

 

 

 

Das Kinderhaus an der Fossastraße gehört zu den ersten Kindergärten kreisweit, in denen Kinder auf einer Niedrigseilstrecke spielen können. Das Kinderhaus stellte das neue Spielgerät nun bei seinem Tag der offenen Tür vor. Außerdem präsentierte die Einrichtung an der Fossastraße an diesem Tag, zu dem 400 Kinder, Eltern und Nachbarn kamen, einen neuen Rutschturm und eine neue Sandspielburg.

Mit dem Kopf nach unten

Bei einer Niedrigseilstrecke können Kinder zum Beispiel auf Seilen balancieren und an Netzen klettern. „Sie können kreativ spielen“, sagt Melanie Büttinghaus, stellvertretende Leiterin des Kinderhauses, das den offiziellen Namen „Evangelisches Familienzentrum im Kinderhaus” trägt. „Sie können auf vielfältige Art und Weise ihre Körper einsetzen, um ihr Körpergefühl zu entwickeln.“ Schließlich sind bei einem Niedrigseilgarten die Spielmöglichkeiten nicht starr vorgegeben, weil die Seile und Netze beweglich und unterschiedlich einsetzbar sind. Normalerweise ist das gefährlich. Aber die Seile und Netze befinden sich nahe dem Boden, der aus Sand besteht. So kann nur wenig passieren.

Neben der Sicherheit entspricht die Niedrigseilstrecke auch ökologischen Ansprüchen. „Das Holz der Geräte ist nicht imprägniert“, sagt Robert Diedrich, der sich ehrenamtlich um die Finanzen für die Außenanlage des Kindergartens kümmert. „Trotzdem wird alles mindestens zehn Jahre halten.“

Das hängt mit der Wahl des Holzes zusammen. Es ist Kernholz der Robinie und kaum anfällig gegenüber Fäulnis. Das Unternehmen Ziegler, das in Zeititz bei Leipzig sitzt, hat sich darauf spezialisiert, dieses Robinienkernholz in Spielgeräte zu verwandeln. Es lieferte auch die Niedrigseilstrecke, den Rutschturm und die Sandspielburg für das Kinderhaus. Das Rheinberger Unternehmen Fronhoffs rückte die Spielgeräte schließlich auf die passenden Plätze.

Insgesamt kosteten die drei neuen Spielgeräte 30 000 Euro. „20 000 Euro hat der Förderverein bezahlt“, sagt Robert Diedrich. „10 000 Euro hat die evangelische Kirchengemeinde beigesteuert.“ Die größeren Sponsoren, die dem Förderverein das Geld gaben, waren die Sozialstiftung der Sparkasse, die Solvay, die Firma Dümmen, die Firma Bettermann und Hein sowie die Hausverwaltung Löttgen-Hoemann. Dazu kamen zahlreiche Spenden von Einzelpersonen. Im Frühjahr 2015 wird das Kinderhaus seine Außenanlage weiter ausbauen. „Dann wollen wir ein Fußballtor aufbauen“, berichtet Melanie Büttinghaus. „Außerdem soll ein Sitzkreis mit Feuerstelle entstehen.“

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